Bodenuntersuchung

Je nach vorhandener Ausstattung können eine oder mehrere Bodenuntersuchung vorgenommen werden. Im Idealfall können alle Bodenuntersuchungen vorgenommen werden.

Spatenprobe

Mithilfe eines Spatens werden am Pflanzort, oder bei bestehenden Bäumen an deren Baumscheibe, zwei bis drei Spatenstiche getätigt. Anhand des Kraftaufwands für die Spatenstiche lässt sich schon aussagen, ob es sich um einen lockeren, schluffigen Boden handelt oder ob ein schwerer, lehmiger Tonboden vorliegt. Sind keine weiteren Hilfsmittel vorhanden, sollte mit dem Spaten auch vorsichtig etwas Boden entnommen werden. Dabei ist darauf zu achten, dass beim Spatenaushub auch die Bodenstruktur beibehalten wird. Also der Bodenaushub so auf dem Spaten "liegenbleibt", wie der Boden mithifle des Spatens "ausgestochen" wurde. Den auf dem Spaten liegenden Boden kann man nun untersuchen und einen groben Blick auf die obersten Bodenhorizonte nehmen.

Handsonde und Penetrometer

Mithilfe einer Handsonde und eines Penetrometers kann mithilfe einer "Nadel" in den Boden eingedrungen werden. Mit diesen Werkzeugen können schnell und einfach mehrere Proben pro Quadratmeter gemacht werden. Anhand des Kraftaufwands, der für das Eindringen benötigt wird, kann eine Aussage über die Bodenbeschaffenheit gemacht werden. Auch können Steine oder sonstige Fremdkörper bis in eine Tiefe von einem Meter ertastet werden.

Prückhauermethode

Mithilfe eines Hohlmeisels, Prückhauers, können Proben bis in ca. einem Meter Tiefe entnommen werden und sehr gut gelesen werden. Der Prückhauer wird mit einem schwereren Hammer (5 KG) in den Boden gehauen und anschließend wieder entnommen. Im Hohlmeisel befindet sich dann der entnommene Boden. Diese Probe gibt dann schnell die Größe und Beschaffenheit der einzelnen Bodenhorizonte wieder.

PH-Wert

Mithilfe eines Bodenmessgerät sollte noch der PH-Bodenwert gemessen werden. Dabei gilt: Es ist grundsätzliche ein neutraler Boden mit einem PH-Wert von 7 anzustreben. Geeignet ist noch ein leichtsaurer Boden.

AM-Wert

In einer Tiefe von 5 bis 30 cm Tiefe sollte auch der Leitfähigkeit "AM" gemessen werden.

Auswertung

Die Auswertung der Spaten und Prückhauermethode sollte über Farbe, Festigkeit, Geruch und Beschaffenheit/Optik erfolgen. Sofern Tiere (Regenwürmer) bei der Bodenprobe gefunden werden, sollten diese Berückscihtigt werden. Spaten- und Prückhammerprobe sollten fotografisch dokumentiert werden.

Die Auswertung der Handsonde/des Penetrometers sollte anhand des Kraftaufwands erfolgen und schriftlich dokumentiert werden. Beziehungsweise beim Penetrometers anhand des angezeigten Kraftaufwands der für eine bestimmte Tiefe benötigt wird, dokumentiert werden.

PH- und AM-Wert sollten anhand der Richtlinien ausgewertet und schriftlich dokumentiert werden.

Es ist ratsam, alle Proben in regelmäßigenn Abständen (PH- und AM-Wert jährlich zu jeweils denselben Zeitpunkten) zu wiederholen und zu dokumentieren.

Weiter kann für eine noch genauere Bodenanalyse eine Bodenprobe in eine Labot gesandt werden. Bei der Bodenprobe ist darauf zu achten, dass eine Bodenprobe aus mehreren Teilproben zusammengesetzt wird. Dazu werden an mehreren verschiedenen Stellen des Pflanzortes Spatenproben genommen und diese in einem Behältnis vermischt. Aus dieser Mischung wird dann eine kleinere Probe genommen, die ins Labor zur Auswertung gesandt wird.